Ballkleid Corsage & Reifrock
Feminin durch die Corsage
Die Corsage – aus dem Französischen abgeleitet von dem Wort „Körper“ – ist ein den Körper fest umschließendes, schulterfreies Oberteil, welches durch Versteifungen den BH ersetzen können, so dass keine Träger vonnöten sind. Eine Corsage macht – vorausgesetzt, man hat eine einigermaßen gute Figur – einen meist sexy oder zumindest adretten, weiblichen Eindruck.
Zu finden ist die Corsage bezüglich der Ballmode entweder als eigenständiges Oberteil, welches man mit einer passenden Hose oder aber einem langen – eventuell hochgeschlitzten – Rock geschickt kombinieren kann, oder aber als ein Oberteil eines Ballkleides. Auf jeden Fall ist ein Corsagenteil immer figurbetont und grenzt somit die Zielgruppe seiner Trägerin ein. Corsagen gibt es entweder verspielt mit Rüschen und Schnüren oder aber eher schlicht. Entsprechend dem Stil der Corsage ist dann auch das Unterteil der Ballbekleidung.
Mit dem Reifrock zurück an den königlichen Hof?
Ein Reifrock ist eine Art Unterrock, der durch Reifen aus Holz, Fischbein oder Draht dem Überkleid eine ausladende Form geben soll. Den Reifrock gab es schon in früheren Zeiten. Er kam als Tugendwächter – spanisch „Verdugado“ – Ende des 16. Jahrhunderts in Spanien in Mode. Auch in Frankreich kam eine ähnliche Variante in Mode, die man auf vielen berühmten Gemälden dieser Zeit findet. Reifröcke waren damals nur wohlhabenden Frauen vorbehalten. Eine modernere Variante des Reifrocks kam nach dem Krieg, als der Petticoat erschien.
In der heutigen Alltagsmode findet man den Reifrock nicht mehr, allerdings werden viele exklusive sowie extravagante Ballkleider – auch Brautkleider – heute noch mit einer Art Reifrock in Form gebracht. Hierbei sind in der Regel die Reifröcke oder auch Petticoats direkt in das Ballkleid mit eingenäht. Ein Ballkleid mit einer Art Reifrock sieht dann besonders schön aus, wenn das Oberteil in Form einer Corsage getragen wird, welches der schmalen Taille der Trägerin eine besonders frauliche Note gibt.



